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Wandern
auf der Isla de Margarita
CariLat.de Auch der schönste All- Inclusive- Urlaub ermattet irgendwann. Doch
viele der Hotels auf der Isla de Margarita haben sich auf diese Rundum- Betreuung des Gastes eingestellt. Morgens Büffet, mittags
Büffet, abends Büffet, und dazwischen alle Drinks an der Strand-Bar umsonst und so viel Animation, wie man vertragen kann.
Manche
kriegen da den Overkill. Für diese Fälle steht Werner André da wie der Fels in der Brandung. Fast zwei Meter und eine herkulische
Statur. Kein Wunder, er hat mit Arnold Schwarzenegger trainiert und war Fitnessberater bei Arminia Bielefeld. Ein bisschen viel
Training für das Trekking, das er anbietet? Egal, er holt uns raus aus den Hotelrezeptionen des Palmenreservats. Rein in den Four-
Wheel- Drive und hinein in die Insel. Die die meisten von uns noch gar nicht richtig gesehen haben. Ein üppiger Nebelwald bedeckt
die Inselmitte, schraubt sich hoch auf über 900 Meter. In San Juan Bautista beginnt unsere Wanderung ein Flussbett über Steine und
Felsen hinauf. Das ist nichts für Badeschläppchen. Man sollte schon ordentliches Schuhwerk dabei haben. Wem es zu stressig ist, über
die Felsen zu klettern, wandert mit Señora André auf Waldpfaden. Nebenbei erläutert unser behender Führer Pflanzen und wilde Früchte
des Nebelwaldes, hält an Urwaldriesen und Farnen. Nach zwei Stunden erreichen wir die Hütte von Nicola, ein munter plappernder
Einsiedler mit großem Selbstdarstellungstalent und dem Hang zum bizarren Mobiliar. Seine Früchte müssen wir kosten, seine Ananas und
Kokosnüsse, seine Hennen bestaunen, seinen Kaffee trinken. Wer will, kriegt auch noch die Vogelspinne auf den Arm gesetzt, sein
Lieblings-Haustier. Fast alle tun es. Ist schon spannender als immer unterm Sonnensegel liegen... Die Nicola-Tour ist nicht die
einzige, die Werner André anbietet. Man kann mit ihm auch den Cerro Copey besteigen, die höchste Erhebung der Insel. Wert legt er
darauf, dass auch die margariteños in seinen Wanderungen vorkommen. Kleine Jungs, die uns die Tour damit verschönern, dass sie von
Felsen in die Wasserbecken des Flusses springen und uns auch mal helfend unter die Arme greifen, bekommen selbstverständlich eine
kleine Entlohnung, und das abschließende Bier hat er nicht vom Supermarkt mitgebracht, sondern wir kaufen es an einem kleinen Kiosk
in San Juan Bautista. Bei All- Inclusive nämlich bleibt dieser Aspekt unterbelichtet. Und wer dann keine Lust mehr hat auf die
Total- Durchorganisation, für den weiß er auch Abhilfe: Er vermietet Apartments in Juan Griego. (Susanne Asal)
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Kontakt: Werner André, Res. Catame 1,
Calle Los Mártires
Juan Griego, Isla Margarita, Tel. und Fax 0058/ 95/ 253 39 42
Seine Wandertouren werden u.a. von der
deutschsprachigen Agentur Cococaribe
(http://www.cococaribe.de) angeboten.
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Ihre Tipps zu Venezuela

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Kaffeeplantage
für Naturfreunde
Die Hacienda La Calceta setzt auf Ökotourismus
CariLat.de Ruhig lässt die Sonne ihre
Strahlen auf dem Pflanzengewirr funkeln. Es
schillert in den feuchten Laubgewölben, Licht und
Dämmerschatten werfen ihre schimmernden Kreisel auf
die Erde. Die federnden Stäbe der Bambusdickichte
schaukeln und singen im Rhythmus des Windes.
Blätter knistern im Luftzug. Hohe Wipfel umfächeln
kühle Wasserfälle, die über glattgeschliffene
Steine sprudeln. Es ist eine Landschaft wie im
Garten Eden.
Sie umgibt die Hacienda La Calceta, eine ehemalige
Kaffeeplantage an den Hängen der Küstenkordillere
etwa 170 km westlich des turbulenten, modernen
Caracas. Diese Funktion hat sie heute nicht mehr
inne, denn der drastische Verfall der Kaffeepreise
auf dem Weltmarkt verlangt hohe Produktionsziffern,
und die sind von einem Einzelbetrieb wie der Calceta
schon längst nicht mehr zu erwirtschaften. Und wer
ein halbwegs soziales Gewissen hat, kann
Arbeitskräfte eigentlich nicht einstellen, denn der
Lohn wäre viel zu gering. Dabei lag hier der
ursprüngliche Reichtum des Landes. Kaffee war das
begehrteste Exportgut Venezuelas im 19. Jahrhundert.
Die alte Hacienda-Herrlichkeit ist längst
verfallen, aber mit frischen Konzepten gefüttert
ersteht die Pracht neu. Im Fall der Hacienda La
Calceta ist ein familiäres kleines Hotel mit
Ausflugsangeboten daraus geworden. Der Pächter
Klaus-Walther Weisbeck nennt sich einfach Gärtner.
Wer mit ihm zwischen dem eigenhändig angelegten
Palmengarten spaziert, erhält einen Vortrag über
die Schäden, welche die über Jahrhunderte
währende Monokultur dem Boden zugefügt hat, über
Wiederaufforstung und wie man die Erde sinnvoll
nutzen kann. (Susanne Asal)
Hier erfahren Sie mehr über die Hacienda
Auskunft:
Hacienda La Calceta,
Final calle Paez, sector Las Calcetas,
El Rincón Bejuma Estado Carabobo,
Tel. (0058) 249 / 414.55.62 und 249 / 793.25.22,
Internet: www.posadalacalceta.com
Ihre Tipps zu Venezuela

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